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85
Jahre Kolpingsfamilie Rostock
Gegründet wurde die Gesellengruppe 1925
durch Kaplan Bernhard Purk. Regelmäßige
Versammlungen sorgten für Bildung in Religion und Beruf. Ein
Kolpingheim für die wandernden Gesellen wurde geschaffen mit
anfangs 6 Betten, die reichlich genutzt wurden. Schon in den 30-iger
Jahren wurden in den Original-Protokollen unsere Kolpingsschwestern
erwähnt, die bei den Ausflügen und Feierlichkeiten
aktiv waren.
Während der Kriegszeit traf man sich nur
heimlich und in kleinen Gruppen in den Familien. Am 30.Juli 1945 wurde
die Kolpingsfamilie von dem neuen Präses Jansen
wieder “offiziell” mit 13 Mitgliedern ins Leben
gerufen. In Mecklenburg ist es die einzige Kolpingsfamilie, die das
Naziregime überlebt hat. Nach dem Krieg kamen ständig
neue Mitglieder hinzu. Während der DDR-Zeit arbeitete die
Kolpingsfamilie sehr aktiv, natürlich nur unter dem Dach der
Kirche. In der Rostocker Christusgemeinde trafen sich die
Kolpingmänner regelmäßig zu
Sonntagsgottesdiensten mit anschließender Agape. Ihre
Aktivitäten erstreckten sich von Diensten in der Gemeinde bis
zu kirchlichen Bauvorhaben. So arbeiteten viele mit an den Bauten in
Rostock St. Josef, Heiligendamm, Sternberg, Krakow am See, Neukloster,
Tessin, Warin, Brühl, Kühlungsborn, Teterow,
Graal-Müritz, Vorbereitungen beim Abriß der
Christuskirche, Lichtenhagen, Altenheim an der Christuskirche und
Rerik. Alle diese Einsätze erfolgten nach Feierabend oder an
Samstagen und durch diese Arbeitseinsätze gewannen wir auch
neue Mitglieder. Wir gestalteten Bildungswochenenden und Exerzitien in
Parchim, sowie Gebetsstunden, Weihestättenfahrten und
Familienausflüge. Trotz der intensiven Beobachtung und
Durchsetzung der Kolpingsfamilie mit Stasi-inoffiziellen Mitarbeitern
(IM´s) wuchs die Kolpingsfamilie auf über 100
Mitglieder an.
Im Jahre 1982 konnte durch aktive Werbung und
Gesprächsabende mit Jugendlichen eine ganze Gruppe
“Junger Erwachsener” in die Kolpingsfamilie
aufgenommen werden, wovon auch heute ein Teil aktiv ist und
sogar Leitungsfunktionen in der K-Familie und im Bezirk innehaben. 1983
war es dann soweit, daß unsere Frauen offiziell aufgenommen
wurden, mitgearbeitet haben sie schon viele Jahre. Nach der politischen
Wende war eine öffentliche Verbandsarbeit möglich.
Bildungsangebote von der Diözese Osnabrück und
Münster wurden genutzt, Engagement im Sozialbereich -
Neugründung der Kolping-Initiative in Rostock-Lichtenhagen,
finanzielle Unterstützung für ein Bildungshaus in
Tansania, für die Kolping-Ferienstätte in Salem - und
es konnten Reisen unternommen werden. So ging unsere erste Reise
gemeinsam mit Kolpingern aus Mecklenburg zur Seligsprechung von Adolph
Kolping nach Rom.
Wir unternehmen alle zwei Jahre eine gemeinsame
Urlaubsreise. Viele ernsthaft und ehrlich interessierte
Kolpingsfamilien aus den alten Bundesländern hatten wir zu
Besuch. Wir besuchen und empfangen gerne andere Kolpingfamilien, die
uns kennenlernen und sich über unsere Kolping-Arbeit zu
DDR-Zeiten informieren möchten.
So haben wir schon eine ganze Reihe neuer
Verbindungen knüpfen können und durch Kolpings Geist
ist ein Verstehen und eine Freundschaft nicht schwer. Erfahren und
kennenlernen kann nur der etwas Neues, der aktiv ist.
Seit Mai 1991 haben wir auch eine
Kolping-Seniorengruppe, die sich, zusätzlich zu den
Sonntag’s-Treffs, noch regelmäßig jeden 3.
Mittwoch im Monat mit einem eigenen Thema trifft. Diese Gruppe erfreut
sich in der Gemeinde auch bei Nicht-Kolpingern großer
Beliebtheit.
Die Kolpingsfamilie arbeitet überregional
in 3 katholischen Gemeinden von Rostock. Unsere Kolpingsfamilie hat 90
Mitglieder, 60 bis 70 Mitglieder treffen sich jeden 1. Sonntag im Monat
abwechselnd in den 3 Gemeinden zur hl. Messe, anschließender
Agape und einem Vortrag.
“Anfangen ist oft das Schwerste,
aber Treu bleiben das Beste.”
A. Kolping
Treu Kolping Gisela Owsinski
langjährige Vorsitzende der
Kolpingsfamilie Rostock
Präsides
der Kolpingsfamilie Rostock
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1925
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Kaplan Purk, Gründer
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1934-1944
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Kaplan Fuhler
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1945-1947
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Kaplan Janzen
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...15 Jahre Pause
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1963-1964
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Kaplan Rückert
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1964-1970
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Kaplan Kuhlage
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1970-1971
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Pater Wehner
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1971-1975
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Pastor Schubert (Tessin)
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1976-1980
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Kaplan Porath
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1981-1986
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Pater Jung
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1987-1994
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Pastor Beer
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1994-2005
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Dechant Pfarrer Karsten
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2005-
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Prälat Robrahn |
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